Kommissionsware ist Ware, die du im eigenen Namen verkaufst, die aber bis zum Verkauf Eigentum des Lieferanten bleibt. Du bekommst sie ins Lager oder ins Regal, ohne sie zu bezahlen. Erst wenn ein Kunde kauft, wird abgerechnet: Der Verkaufserlös geht an den Lieferanten, du behältst eine vereinbarte Provision.
Das Modell heißt im Handelsrecht Kommissionsgeschäft. Der Lieferant ist der Kommittent, du bist der Kommissionär. Typisch ist es in Boutiquen, Galerien, Buchhandlungen und bei Konsignationslagern in der Industrie. Im Onlinehandel taucht es seltener auf, wird aber oft mit Dropshipping verwechselt.
- Kommissionsware gehört bis zum Verkauf dem Lieferanten, liegt aber bei dir.
- Du verkaufst im eigenen Namen, stellst dem Kunden die Rechnung und rechnest mit dem Lieferanten über Provision ab.
- Unverkaufte Ware geht zurück, du trägst kein Einkaufsrisiko, aber Lager-, Haftungs- und Inventurpflichten.
- Beim Streckengeschäft und beim Dropshipping lagert der Lieferant und versendet direkt; bei Kommission lagerst und versendest du.
- Im Onlineshop zählt bei Kommission dasselbe wie bei jedem Lieferanten: Bestände und Preise müssen laufend stimmen.
Wie läuft die Abrechnung bei Kommissionsware?
Grundlage ist ein Kommissionsvertrag. Darin stehen Provisionssatz, Abrechnungsrhythmus, Rückgaberegeln und wer Transport, Versicherung und Schwund trägt. Beim Verkauf stellst du dem Kunden eine normale Rechnung mit Umsatzsteuer. Gegenüber dem Lieferanten rechnest du in festen Abständen ab, meist monatlich: verkaufte Stücke, Erlös, abgezogene Provision, Rest an den Lieferanten.
Steuerlich gilt die Lieferung an den Kunden als deine Lieferung, obwohl du nie Eigentümer warst. Die Kommissionsabrechnung ist zugleich der Beleg für deinen Wareneinkauf. Wie das in deiner Buchhaltung aussieht, klärst du mit dem Steuerberater, bevor der erste Kommissionslieferant ins Regal kommt.
Wo liegt das Risiko für dich?
Kein Einkaufsrisiko, aber Besitz. Die Ware steht bei dir, also haftest du für Diebstahl, Beschädigung und Verlust, falls der Vertrag nichts anderes sagt. Du brauchst Platz, eine Inventur, die fremde Ware getrennt ausweist, und eine Abrechnung, die der Lieferant nachvollziehen kann. Der Vorteil liegt woanders: Du testest ein Sortiment, ohne Kapital zu binden.
Kommissionsware, Streckengeschäft oder Dropshipping?
Alle drei Modelle verkaufen fremde Ware ohne Einkauf auf Vorrat. Der Unterschied liegt im Lager und im Versand.
Kommissionsware
Lager bei dir
- Eigentum vor dem Verkauf: Lieferant
- Lager: Bei dir
- Versand an den Kunden: Du
- Zahlung an den Lieferanten: Nach Verkauf, Erlös minus Provision
- Unverkauftes: Geht zurück
Streckengeschäft
Lager beim Lieferanten
- Eigentum vor dem Verkauf: Lieferant
- Lager: Beim Lieferanten
- Versand an den Kunden: Lieferant direkt
- Zahlung an den Lieferanten: Einkaufspreis je Bestellung
- Unverkauftes: Gibt es nicht
Dropshipping
Streckengeschäft online
- Eigentum vor dem Verkauf: Lieferant
- Lager: Beim Lieferanten
- Versand an den Kunden: Lieferant direkt
- Zahlung an den Lieferanten: Einkaufspreis je Bestellung
- Unverkauftes: Gibt es nicht
Wann lohnt sich Kommissionsware?
Eher nicht
- Du hast keinen Platz und willst kein Lager betreiben
- Der Lieferant verlangt Mindestabnahmen oder lange Bindung
- Die Abrechnung müsste von Hand gepflegt werden
- Die Ware ist schnell veraltet oder empfindlich
Passt gut
- Neues Sortiment testen, ohne Kapital zu binden
- Hochpreisige Einzelstücke, die Kunden sehen wollen
- Regionale Hersteller, die Reichweite suchen
- Lieferant meldet Bestände und akzeptiert Rücknahme
Kommissionsware im Onlineshop verwalten
Im Shop ist Kommissionsware ein Lieferant wie jeder andere: eigene Artikel, eigene Einkaufspreise, eigener Bestand. Der Unterschied steckt in der Abrechnung, nicht in der Produktpflege. Was dich wirklich Zeit kostet, ist das Gleiche wie beim Streckengeschäft: Artikel anlegen, Preise kalkulieren, Bestände aktuell halten und bei Nachlieferungen nicht den Überblick verlieren.
Import2Shop führt Lieferanten mit eigenem Lager und Lieferanten mit Direktversand nebeneinander. Artikel kommen aus dem Datenfeed des Lieferanten in den Shop, der Verkaufspreis entsteht aus deinen Preisregeln, und der Bestand wird pro Lieferant geführt. Wie das mit eigenem Lagerbestand funktioniert, steht auf der Seite zum Eigenlager, die Preisregeln erklärt die Preiskalkulation.
Automatisiere Produktimporte, Preiskalkulation und Lagerbestände in wenigen Minuten statt Stunden. Über 50.000 Produktaktualisierungen täglich – vollautomatisch. Mehr Zeit für das, was wirklich zählt: Dein Business.
Häufige Fragen zu Kommissionsware
Was bedeutet Kommissionsware?
Ware, die du im eigenen Namen verkaufst, die aber bis zum Verkauf dem Lieferanten gehört. Bezahlt wird erst nach dem Verkauf, abzüglich deiner Provision.
Wem gehört Kommissionsware?
Dem Lieferanten, dem Kommittenten. Du bist nur Besitzer und verkaufst in seinem Auftrag, aber im eigenen Namen.
Wie wird Kommissionsware abgerechnet?
Du stellst dem Kunden eine normale Rechnung. Mit dem Lieferanten rechnest du in festen Abständen ab: Erlös der verkauften Stücke minus vereinbarte Provision, der Rest geht an ihn.
Was ist der Unterschied zwischen Kommissionsware und Dropshipping?
Bei Kommission liegt die Ware bei dir und du versendest. Beim Dropshipping bleibt die Ware beim Lieferanten, der direkt an deinen Kunden schickt. In beiden Fällen gehört sie bis zum Verkauf dem Lieferanten.
Wer haftet, wenn Kommissionsware beschädigt wird?
In der Regel du, weil die Ware in deinem Besitz ist. Der Kommissionsvertrag kann das anders regeln, zum Beispiel über eine Versicherung des Lieferanten.
Kann ich Kommissionsware im Onlineshop automatisch pflegen?
Ja. Import2Shop importiert Artikel und Bestände aus dem Datenfeed des Lieferanten, kalkuliert Preise nach deinen Regeln und führt den Bestand pro Lieferant, egal ob die Ware bei dir oder beim Lieferanten liegt.
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