Rechner für Händler

Marge berechnen in zehn Sekunden

Einkaufspreis, Versand und Gebühren eingeben, Handelsspanne, Aufschlag und Gewinn ablesen. Oder umgekehrt: Zielmarge eingeben, Verkaufspreis bekommen.

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Rechner

Gebühren: Zahlungsanbieter plus Marktplatzprovision, bezogen auf den Bruttopreis. Retourenquote verteilt die Versandkosten der Rücksendungen auf die verkauften Stücke.

Handelsspanne–
Verkaufspreis netto–
Verkaufspreis brutto–
Aufschlag auf den Einkaufspreis–
Gebühren und Versand je Stück–
Gewinn je Stück vor Fixkosten–
Gewinnmarge nach Kosten–

Alle Prozentwerte beziehen sich auf den Nettoverkaufspreis. Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und bleibt außen vor.

Begriffe

Marge, Handelsspanne oder Aufschlag?

Drei Zahlen, die oft verwechselt werden. Der Rechner oben zeigt alle drei nebeneinander.

Handelsspanne (Marge)

Anteil des Verkaufspreises, der nach Abzug des Einkaufspreises übrig bleibt. Formel: (Verkaufspreis netto minus Einkaufspreis) geteilt durch Verkaufspreis netto. Bezugsgröße ist der Verkaufspreis.

Aufschlag (Kalkulationszuschlag)

Dieselbe Differenz, aber bezogen auf den Einkaufspreis. 100 Prozent Aufschlag entsprechen 50 Prozent Handelsspanne. Wer beides verwechselt, kalkuliert sich arm.

Gewinnmarge

Was nach allen Kosten bleibt: Versand, Zahlungsgebühren, Marktplatzprovision, Verpackung. Erst diese Zahl sagt, ob sich ein Artikel lohnt.

Die Formeln zum Nachrechnen

Rechne immer netto, also ohne Umsatzsteuer. Die 19 Prozent gehören dem Finanzamt und haben in der Marge nichts verloren. Ein Beispiel: Einkaufspreis 40 Euro netto, Verkaufspreis 89 Euro brutto. Netto sind das 74,79 Euro.

  • Handelsspanne: (74,79 minus 40) geteilt durch 74,79 = 46,5 Prozent
  • Aufschlag: (74,79 minus 40) geteilt durch 40 = 87 Prozent
  • Gewinn vor Fixkosten: 74,79 minus 40 minus 4,90 Versand minus 2,24 Zahlungsgebühr = 27,65 Euro, das sind 37 Prozent Gewinnmarge

Umgekehrt, wenn du eine Zielspanne hast: Verkaufspreis netto = Einkaufspreis geteilt durch (1 minus Zielspanne). Bei 40 Euro Einkauf und 45 Prozent Zielspanne sind das 72,73 Euro netto, also 86,55 Euro brutto. Für den Preis im Shop rundest du auf 86,90 oder 89 Euro.

Welche Kosten gehören in die Kalkulation?

Mindestens Versand, Verpackung und Zahlungsgebühren. Verkaufst du über eBay, Amazon oder Kaufland, kommt die Provision des Marktplatzes dazu, oft 8 bis 15 Prozent vom Bruttopreis. Retouren sind ein eigener Posten: Bei 10 Prozent Retourenquote verteilst du die Kosten jeder Rücksendung auf die neun verkauften Stücke. Dazu kommt der Anteil an Fixkosten wie Shop, Software und Werbung, den der Artikel pro Monat tragen muss.

30 Prozent Aufschlag auf den Einkaufspreis sind nur 23 Prozent Handelsspanne. Nach Versand, Gebühren und Retouren bleibt davon oft nichts. Zielspannen gehören auf den Verkaufspreis bezogen.

In der Praxis

So kalkulierst du Preise für hunderte Artikel

Ein einzelner Artikel ist mit dem Rechner erledigt. Bei einem ganzen Großhändler-Sortiment brauchst du Regeln statt Handarbeit.

1

Zielspanne je Warengruppe

Nicht jede Kategorie trägt die gleiche Spanne. Teure Möbel laufen mit 25 Prozent, Zubehör braucht 50.

2

Kosten als Regel hinterlegen

Versandpauschale, Gebührensatz, Retourenanteil: einmal festlegen, für alle Artikel gültig.

3

Rundung und Preisschwellen

Aus 86,55 wird 86,90 oder 89,00. Schwellenpreise setzt die Regel, nicht die Hand.

4

Bei Einkaufspreisänderung automatisch

Ändert der Großhändler den Preis, rechnet die Regel neu und schreibt den Verkaufspreis in den Shop.

Preisregeln statt Tabellen

In Import2Shop legst du pro Lieferant und Warengruppe ein Preistemplate an: Zielspanne oder Aufschlag, Versand- und Gebührenanteile, Rundungsregel, Mindestpreis. Jeder importierte Artikel bekommt daraus seinen Verkaufspreis, und bei jeder Preisänderung des Großhändlers wird neu gerechnet. Wie die Regeln im Detail funktionieren, zeigt die Seite zur Preiskalkulation; den UVP des Herstellers kannst du als Obergrenze mitführen. Zwei weitere Werkzeuge: der Kalkulationsfaktor-Rechner rechnet Faktor, Aufschlag und Spanne ineinander um, der Lagerkosten-Rechner zeigt, was ein eigenes Lager gegenüber dem Streckengeschäft kostet.

Schluss mit manueller Arbeit – automatisiere jetzt!

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Häufige Fragen zur Marge

Wie berechne ich die Marge?

Handelsspanne = (Verkaufspreis netto minus Einkaufspreis netto) geteilt durch Verkaufspreis netto, mal 100. Bei 40 Euro Einkauf und 74,79 Euro Verkauf netto sind das 46,5 Prozent.

Die Marge bezieht die Differenz auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis. 100 Prozent Aufschlag sind 50 Prozent Marge.

Verkaufspreis netto = Einkaufspreis geteilt durch (1 minus Zielmarge). Bei 40 Euro Einkauf und 45 Prozent Marge: 40 geteilt durch 0,55 = 72,73 Euro netto, plus 19 Prozent Umsatzsteuer 86,55 Euro brutto.

Netto. Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und gehört nicht in die Marge. Bruttopreis durch 1,19 teilen, dann rechnen.

Das hängt von der Warengruppe ab. Elektronik läuft oft mit 10 bis 20 Prozent Handelsspanne, Mode und Zubehör mit 40 bis 60. Entscheidend ist die Gewinnmarge nach Versand, Gebühren und Retouren.

Die Provision wird meist vom Bruttopreis berechnet. Im Rechner trägst du den Gebührensatz ein, er wird vom Verkaufspreis abgezogen, bevor die Gewinnmarge entsteht.

Preise für das ganze Sortiment automatisch

Zielspanne, Kosten und Rundung einmal als Regel anlegen. Import2Shop rechnet jeden Artikel und jede Preisänderung des Großhändlers durch.