Lagerkosten berechnen: Was dein Lager wirklich kostet
Raum, gebundenes Kapital, Arbeitszeit, Schwund und Verpackung in einer Zahl pro Monat und pro Sendung. Daneben die Rechnung ohne eigenes Lager.
Rechner
Rechenbeispiel ohne Einkaufspreise: Beim Streckengeschäft entfallen Raum, Kapitalbindung, Schwund und Verpackung, der Lieferant versendet. Dafür liegt sein Stückpreis meist etwas über dem Palettenpreis. Mit automatischer Bestellübergabe sinkt die Arbeitszeit auf null.
Woraus bestehen Lagerkosten?
Die Miete ist meist der kleinste Posten. Teuer sind Kapital und Arbeitszeit, und beide tauchen in keiner Rechnung auf.
Raum
Miete, Nebenkosten, Regale, Strom. Bei 60 Quadratmetern und 9 Euro je Quadratmeter sind das 540 Euro im Monat, ob die Regale voll sind oder nicht.
Gebundenes Kapital
Ware im Regal ist bezahltes Geld, das nicht arbeitet. 25.000 Euro Warenwert bei 8 Prozent Zins kosten rund 170 Euro im Monat, bei Kontokorrent deutlich mehr.
Arbeitszeit
Wareneingang prüfen, einräumen, picken, packen, Inventur. Zwölf Stunden pro Woche zu 25 Euro sind 1.300 Euro im Monat, der größte Block in den meisten Shops.
Schwund und Abschreibung
Bruch, Diebstahl, Ladenhüter, abgelaufene Ware. Drei Prozent vom Warenwert pro Jahr sind eine vorsichtige Annahme.
Verpackung
Karton, Füllmaterial, Klebeband, Etiketten. Unter einem Euro je Sendung, aber bei 300 Sendungen im Monat ein eigener Posten.
Nicht im Rechner
Versandporto fällt in beiden Modellen an, ebenso Retouren. Der Rechner vergleicht nur, was durch das eigene Lager entsteht.
Lagerkostensatz und Lagerzinssatz berechnen
Für die Kalkulation brauchst du zwei Kennzahlen. Der Lagerkostensatz setzt die gesamten Lagerkosten ins Verhältnis zum durchschnittlichen Lagerbestand: Lagerkosten pro Jahr geteilt durch durchschnittlichen Lagerwert, mal 100. Bei 30.000 Euro Lagerkosten und 25.000 Euro Lagerwert sind das 120 Prozent, der Bestand kostet dich also mehr, als er wert ist.
Der Lagerzinssatz rechnet nur das gebundene Kapital: Zinssatz mal durchschnittliche Lagerdauer in Tagen, geteilt durch 360. Bei 8 Prozent und 90 Tagen Lagerdauer sind das 2 Prozent vom Einkaufspreis je Artikel. Diesen Satz schlägst du im Preis auf, sonst zahlst du ihn aus der Marge.
Der durchschnittliche Lagerbestand
Anfangsbestand plus Endbestand, geteilt durch zwei. Bei stark schwankendem Sortiment nimmst du die Monatsbestände und teilst durch zwölf. Den Warenwert bewertest du zum Einkaufspreis, nicht zum Verkaufspreis.
Die Miete sieht jeder. Das gebundene Kapital und die Stunden am Packtisch sieht niemand, und genau die machen zwei Drittel der Lagerkosten aus.
Erfahrung aus unseren Händler-Projekten
Eigenes Lager oder Streckengeschäft?
Eigenes Lager
- Raum, Kapital und Arbeitszeit laufen jeden Monat
- Ladenhüter und Schwund gehen zu deinen Lasten
- Sortiment wächst nur, wenn du vorfinanzierst
- Dafür: volle Kontrolle über Verpackung und Lieferzeit
Ohne eigenes Lager
- Lieferant lagert, packt und versendet
- Kein gebundenes Kapital, kein Schwund
- Sortiment erweitern ohne Wareneinsatz
- Bleibt: die Bestellweitergabe, mit Software automatisch
Was vom Lager übrig bleibt, wenn der Lieferant versendet
Im Streckengeschäft fallen Raum, Kapitalbindung, Schwund und Verpackung weg. Übrig bleibt die Arbeit, jede Bestellung an den Lieferanten weiterzugeben und die Sendungsnummer zurück an den Kunden zu bringen. Bei 300 Bestellungen im Monat und vier Minuten je Bestellung sind das immer noch 20 Stunden.
Import2Shop übernimmt genau diesen Rest: Bestellungen aus Shop und Marktplatz werden automatisch an den Großhändler übergeben, die Sendungsnummer kommt zurück, Artikel und Bestände bleiben aktuell. Wie die Bestellverarbeitung läuft und welche Großhändler angebunden sind, steht auf den verlinkten Seiten. Wer beide Modelle mischt, führt den eigenen Bestand im Eigenlager und die Lieferanten daneben.
Automatisiere Produktimporte, Preiskalkulation und Lagerbestände in wenigen Minuten statt Stunden. Über 50.000 Produktaktualisierungen täglich – vollautomatisch. Mehr Zeit für das, was wirklich zählt: Dein Business.
Häufige Fragen zu Lagerkosten
Wie berechne ich die Lagerkosten?
Raumkosten plus Kapitalkosten plus Personalkosten plus Schwund und Verpackung, jeweils pro Monat. Der Rechner oben addiert die fünf Blöcke und teilt sie durch die Sendungen im Monat.
Was ist der Lagerkostensatz?
Lagerkosten pro Jahr geteilt durch den durchschnittlichen Lagerwert, mal 100. Er zeigt, wie viel Prozent des gelagerten Warenwerts das Lagern selbst kostet.
Wie berechne ich den Lagerzinssatz?
Zinssatz mal durchschnittliche Lagerdauer in Tagen, geteilt durch 360. Bei 8 Prozent Zins und 90 Tagen Lagerdauer sind das 2 Prozent des Einkaufspreises.
Welche Lagerkosten sind pro Sendung üblich?
Das hängt von Sendungsmenge und Warenwert ab. Im Rechenbeispiel mit 300 Sendungen, 60 Quadratmetern und 25.000 Euro Warenwert liegen die Lagerkosten bei rund 7 Euro je Sendung.
Lohnt sich ein eigenes Lager oder Streckengeschäft?
Ein eigenes Lager lohnt sich bei hohen Stückzahlen weniger Artikel und wenn Verpackung und Lieferzeit Teil deines Angebots sind. Breites Sortiment, sperrige oder teure Ware und wenig Platz sprechen für das Streckengeschäft.
Kann ich eigenes Lager und Dropshipping kombinieren?
Ja. Import2Shop führt eigenen Bestand und Lieferantenbestand nebeneinander, Bestellungen für Lieferantenware gehen automatisch an den Großhändler, eigene Ware packst du selbst.
Großhändler anbinden, Bestellungen automatisch weitergeben, Bestände aktuell halten. Monatlich kündbar, Einrichtung inklusive.